Die Erscheinungen der
Muttergottes in Fatima

 

Die Seher

       

Francisco Marto

Geboren am 11. Juni 1908 in Aljustrel
Gestorben am 4. April 1919 in Fatima

Jacinta Marto

Geboren am 11. März 1910 in Fatima
Gestorben am 20. Februar 1920 in Lissabon

Lucia dos Santos

Geboren am 22. März 1907 in Aljustrel
Gestorben am 13. Februar 2005 in Coimbra

 

Fatima 1917

Fatima liegt in der Mitte von Portugal, ca 50 km vom Atlantischen Ozean entfernt, im Bezirk von Vila Novade Ourém. In Aljustrel, ein kleiner verlegener Ort von Fatima worden die drei kleinen Hirten geboren. Im Jahr 1916 besuchte ein Engel die drei kleinen Hirten von Aljustrel. Als Bote von der heiligen Magd und Vorbote von grossen Ereignissen, bereitete er die kleinen Seher vor. Damit sie später die Botschaft von Maria, die ganz im Evangelikum verankert ist, besser verstehen, lesen und verbreiten.

Erste Erscheinung in Fatima des Engels

Gegen Ende des Frühjahrs 1916, also ein Jahr vor der ersten Erscheinung von Maria, als Lucia zusammen mit Jacinta und Francisco ist, sehen sie über den Bäumen eine weisse Gestalt schweben wie Schnee, jedoch durchsichtig. Die Gestalt kommt näher. Es schien ein Junge von etwa 14, 15 Jahre alt von übernatürlicher Schönheit. Bei den Kindern angekommen sagte er freundlich:"Habt keine Angst! Ich bin der Engel des Friedens! Betet mit mir mit." Danach kniete er nieder und beugt seine Stirn bis hin zum Boden. Er liss sie dreimal das volgende Gebet wiederholen: "Mein Gott ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte um Vergebung für die, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, nicht auf Dich hoffen, Dich nicht lieben." Danach sagte er während er sich wieder aufrichtete:"So müsst ihr beten! Die Herzen von Jesus und Maria erhören euer Gebet".

Zweite Erscheinung in Fatima des Engels

Zwei Monate später, Ende Juli oder Anfang August im Jahr 1916 erschien der Engel zum zweiten mal den drei Kindern. Er sagte: "Was tut ihr? Betet, betet viel! Die heiligen Herzen von Jesus und Maria haben das Vorhaben um durch euch Barmherzigkeit zu verleihen. Bietet dem Allerhöchsten fortwährend Gebete und Opfer an". "Wie müssen wir Opfer bringen?"fragte Lucia."Du kannst von allem ein Opfer machen als eine Tat von Wiedergutmachung für die Sünden und um die Bekehrung der Sünder zu erbitten. So musst du für dein Vaterland den Frieden erhalten. Ich bin der Schutzengel, der Schutzengel von Portugal. Vor allem: nehme an und ertrage das Leiden das der Herr euch geben soll".

Dritte Erscheinung in Fatima des Engels

Ende September oder Anfang Oktober im Jahr 1916 erschien der Engel zum dritten und letztem mal an Lucia, Jacinta und Francisco. Die Kinder waren am beten, wie der Engel knieend mit der Stirn auf dem Boden. Sie beteten das Gebet des Engels: "Mein Gott ich glaube an Dich..."Dann merkten sie wie ein unbekanntes Licht über sie schien und sie richteten sich auf um zu sehen was geschah, da sahen sie den Engel. In der linken Hand hielt er einen Kelch, darüber schwebte eine Hostie, aus der einige Tropfen Blut in den Kelch fielen. Der Engel liess den Kelch in der Luft schweben, kniete bei den Kindern nieder und liess sie dreimal wiederholen"Allerleiligste Drei Einheit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich opfere Dir den kostbaren Leib und Blut, Seele und Gottheit von unserem Herrn Jesus Christus, gegenwärtig in alle heiligen Tabernakels in der Welt, zur Wiedergutmachung von allen Beleidigungen, Heiligtumschändigungen und Gleichgültigkeiten wodurch Erselbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste des Heiligen Herzens Jesus und das unbeflecke Herz von Maria, bete ich um die Bekehrung von den armen Sündern".  Danach nahm er den Kelch wieder, reichte die heilige Hostie an Lucia und verteilte das Kostbare Blut unter Jacinta und Francisco, während er sagte: " Empfangt den Leib und trinkt das Blut von Jesus Christus, der durch die undankbaren Menschen so sehr beleidigt wird. Bringt Wiedergutmachung für die Sünden und Trost für Gott". Er kniete erneut und wiederholte mit den Kindern noch dreimal:"Allerhöchste Drei Einheit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich opfere..."Danach verschwand er.

Die Kinder wiederholten dieses Gebet in der gleichen Haltung. Als sie sich nach langer Zeit aufrichteten, sahen sie dass es Abend geworden war und gingen nach Hause. Nach der Erscheinung vom Engel, blieben die Kinder noch lange in der übernatürlichen Sphäre gevangen und konnten schwierig wieder zu sich kommen. Selbst am nächsten Tag war ihr Geist noch in der übernatürlichen Sphäre gehüllt, die nur langsam wieder verschwand. So sprachen sie dann auch nicht miteinander, die Kraft von Gottes Gegenwärtigkeit war so intensiv, so dass sie einen grossen inneren Frieden und eine grosse innere Ruhe empfanden.

Erste Erscheinung von der Heiligen Magd Maria in Fatima

Am 13. Mai 1917 war dann die erste Erscheinung von der Gottes Mutter.Die Kinder waren am spielen und bauten ein Mäuerchen, als sie plötzlich einen Blitz sahen. Sie dachten dass ein Gewitter kommt und trieben die Herde zusammen, um nach Hause zu gehen. Wieder sahen sie den Blitz und kurz danach sahen sie über einer Eiche eine Frau ganz in weiss und strahlender als die Sonne. Sie standen so nahe dass sie im Licht standen. Die Erscheinung sagte:"Seid ohne Angst, ich tue euch nichts". Lucia fragte:"Wo kommen Sie her?""Ich komme vom Himmel"- Und was wollen Sie von mir?" Es ist immer Lucia die im Namen der drei spricht. Die Heilige Magd antwortete:"lch möchte euch fragen dass ihr hintereinander, sechs Monate immer am dreizehnten, zur gleichen Stunde hierher zu kommen.Dann soll ich sagen wer Ich bin und was Ich will. Danach werde Ich noch ein siebtes mal hier wieder kommen". "Komme ich auch in den Himmel?"-"Ja!"- "Und Jacinta?" -"Auch"-"Und Francisco"? "Auch, aber er muss noch erst viele Rosenkränze beten". Dann fragte Lucia nach zwei Mädchen die kurz davor gestorben waren, die eine 16 die andere 20 Jahre alt geworden und sie fragte ob sie schon im Himmel wären. Die erste wohl, die zweite nicht. So verlief die erste Begegnung, dann sprach sie über ihr Anliegen.

"Wollt ihr euch Gott anbieten um all das Leiden zu ertragen, dass über euch kommen wird und dadurch Wiedergutmachung schafft für die Sünden durch die Er beleidigt wird und als eine Bitte um Bekehrung für die Sünder?"- "Ja, das wollen wir!"-"Ihr werdet also viel leiden müssen, aber die Gnade von Gott wird eure Stärke sein!"Als Sie die Wörter: die Gnade von Gott sagte, öffnete Sie Ihre Hände. Aus Ihren Händen strahlte so ein starkes Licht, dass tief in uns drang, bis in den tiefsten Tiefen unserer Seele, so liess Sie uns unser selbst in Gott sehen, die das Licht war. Wir sahen unser selbst deutlicher als in den besten Spiegeln; so Lucia. Durch eine innere Stimme die uns mitgeteilt wurde,knieten wir nieder und wiederholten: Oh, Allerheiligste Drei Einheit, ich bete Dich an, mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im Allerheiligsten Sakrament". Nach einigen Augenblicken sagte die Gottes Mutter: "Betet täglich den Rosenkranz, für den Frieden in der Welt und für das Ende des Krieges!"Danach verschwand Sie langsam in Richtung Osten.

Zweite Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in Fatima

13. Juni im Jahr 1917. Lucia, Jacinta und Francisco und noch einige Anwesende beten erst den Rosenkranz. Danach sehen die Kinder das Licht und dann die Heilige Jungfrau über der Eiche genau wie im Mai . Lucia fragte wieder:"Was wollen Sie von mir?""Ich wünsche dass ihr am dreizehnten von den nächsten Monaten hier zurück kommt;dass ihr jeden Tag den Rosenkranz betet und lesen lernt. Später sage ich euch was ich gerne habe."Danach fragte Lucia um die Heilung von einem Kranken."Wenn er sich bekehrt soll er dieses Jahr gesund werden."Dann fragte Lucia die Heilige Jungfrau um sie alle drei mit in den Himmel zu nehmen."Ja, Jacinta und Francisco werde ich schnell holen. Du sollst jedoch noch einige Zeit hier bleiben. Jesus braucht dich damit die Menschen mich kennen und lieben. Er will auf der Erde die Verehrung von meinem Unbefleckten Herzens festigen. Wer das tut, den verspreche ich das ewige Heil und diese Seelen sollen von Gott geliebt werden, wie Blumen die von Mir dagebracht um Seinen Thron zu schmücken.""Bleibe ich hier allein?"fragte Lucia traurig. "Nein mein Kind! Lasse dich nicht entmutigen.Nie werde ich dich verlassen, Mein Unbeflecktes Herz soll deine Zuflucht sein und der Weg der dich nach Gott führen wird." Bei diesen letzten Wörtern öffnete die Heilige Jungfrau wieder Ihre Hände und teilte ihnen wieder das unendliche Licht mit wodurch sie in sich in Gott versunken fühlten. Jacinta und Fraancisco schienen im Licht zu stehen, welches bis zum Himmel reichte, Lucia in dem Teil das sich über der Erde ausströmte. Vor der rechten Handfläche von der Gottes Mutter war ein Herz, von Dornen umgeben und die das a.h.w durchbohrten. Die Kinder begriffen dass dieses das Unbeflecke Herz von Maria war, verwundet durch die Sünden der Menschen, wofür Wiedergutmachung verlangt wurde. Dann vertraute die Heilige Maria ihnen ein Geheimnis an.

Dritte Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in Fatima

13. Juli 1917. Bei dieser Erscheinung hat sich schon eine grössere Menschenmenge aufgemacht. Sie beten zusammen den Rosenkranz und schnell sahen die Kinder den Lichtstrahl, kurz darauf die Heilige Jungfrau. "Was wollen Sie von mir?"fragte Lucia wie gewöhnlich und die Antwort war wieder:"Ich wünsche, dass ihr am dreizehnten in den kommenden Monaten wieder hierher kommt, dass ihr weiter täglich den Rosenkranz betet zur Ehre der Heiligen Jungfrau vom Rosenkranz, um den Frieden für die Welt und das Ende des Krieges zu erbitten, weil Sie allein kann dieses erlangen"."Ich möchte Sie gerne fragen wer Sie sind und Sie um ein Wunder bitten, damit die Menschen an den Erscheinungen glauben". Lucia stellte noch einige andere Fragen, die man ihr aufgetragen hat, wie Heilungen. Die Heilige Jungfau antwortete, dass man den Rosenkranz beten müsse, um die Gnaden während des ganzen Jahres zu empfangen."Opfer dich selbst auf für die Sünder und sage oft,vor allem wenn du Opfer bringst:"Oh Jesus das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und um Wiedergutmachung für die Versündigung gegen das Unbefleckte Herz von Maria".

Bei diesen letzten Wörtern öffnete sie erneut die Hände, wie in den zwei vorigen Monaten. Es war als ob der Strahl in die Erde drang und wir sahen gleichzeitig ein Feuermeer und in dem Feuermeer die Teufel und die Seelen, wie durchscheinende schwarze Kohlen. Die Flammen kamen als Rauch aus ihnen selbst zum Vorschein. Sie fielen nach allen Seiten wie Funken,bei einem gewaltigen Waldbrand. Sie waren wie gewichtslos. Sie schrieen und heulten vor Leid und Verzweiflung. Die Teufel hatten eine ekelige,widrige Gestalt von unbekannten Tieren. Sie waren auch durchscheinend wie schwarze glühende Kohlen.
Die Kinder waren sehr erschrocken und schauten hilfesuchend zur Heiligen Jungfrau. Sie sagte:"Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen.Um sie zu retten will Gott die Verehrung meines Unbeflecken Herzens festigen. Wenn man das tut was ich euch sage werden viele gerettet und es soll Frieden sein. Der Krieg geht zu Ende, wenn man jedoch nicht aufhört Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Pius Xl, ein noch schlimmerer Krieg ausbrechen. Wenn du in einer bestimmten Nacht ein unbekanntes Licht siehst, weisst du dass das ein Zeichen von Gott ist und die Welt für ihre Missetaten mit Krieg, Hungersnot, Verfolgung der Heiligen Kirche und den Heiligen Vater bestraft sein wird.
 
"Um das abzuwenden, komme ich mit der Bitte, Russland meinem Unbefleckten Herzen zu weihen und an den ersten Samstagen im Monat eine wiedergutmachende heilige Kommunion zu geben. Wenn meine Bitte erhört wird, soll Russland sich bekehren und soll Frieden sein. Tut man es nicht, wird Russland seine falsche Lehre in der Welt verbreiten, Krieg und Verfolgung der Kirche werden unwiderrufliche Folgen davon sein. Die Guten werden gemartelt und der Heilige Vater wird viel leiden müssen.Verschiedene Nationen werden vom Erdboden weggefegt; schliesslich jedoch soll Mein Unbeflecktes Herz triumpfieren.Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, es soll sich bekehren und die Welt soll eine Zeit des Friedens empfangen.In Portugal soll man den Glauben bewahren. Erzähle das an niemandem ,nur Francisco kannst du das erzählen. Wenn du den Rosenkranz betest, sage dann nach jede zehn Gegrüsseseist Du Maria:"Oh Mein Jesus, vergib uns unsere Schuld, bewahre uns vor der Hölle, bringe alle Seelen zum Himmel, vor allem die, die Deine Barmherzigkeit am meisten nötig haben".Danach war es eben still. Dann fragte Lucia:"Wünschen Sie weiter nichts von mir"."Nein,weiter wünsche ich jetzt nichts von dir".Dann verschwand Sie wieder in Richtung Osten in der unendlichen Weite vom Firmament.

Vierte Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in Fatima

Die vierte Erscheinung am 19. August. Auch die Tagesblätter fingen an sich zu interessieren für die 'Erscheinungen von Fatima".Sie klagten die Verantwortlichen an, weil sie das'Narrenspiel von Cova da Iria' nicht stoppen konnten.Der Verwalter von Vila Nova de Ourém fühlte sich persönlich angegriffen und dachte mit einer List ein Ende an alles machen zu können. Am morgen vom 13. August sagte er bei den Erscheinungen dabei sein zu wollen und er lud die Kinder ein um in seinem eigenen Wagen Platz zu nehmen. Aber anstelle in der Richtung von Cova da Iria einzuschlagen,nahm er den Weg zum Kreisgebiet Vila Nova de Ourém. Hier versuchte er die Kinder, zusammen und einzeln zu verhören. Mit Quälereien und danach mit Morddrohungen [in einem Kessel mit kochendem Öl] wollte er die Kinder zwingen die Wahrheit zu sagen und zugeben lassen, dass all diese Geschehnisse durch sie selber bedacht waren. Aber die Kinder blieben bei ihren Entschluss nichts darüber zu sagen. Am 15. August wurden sie nach Hause zurück gebracht.Betrübt weil sie die Gottesmutter nicht treffen konnten[am 13. August] brachten die Kinder am 19. August ihre Schafe nach Valinbos. Plötzlich merkten sie die Zeichen die den Erscheinungen voraus gingen: den plötzlichen Temperaturabfall, eine Verminderung des Sonnenlichtes und den karakteristischen Lichteinfall. Maria erschien über einer Eiche.

Lucia sagt wieder:"Was wünschen Sie von mir?"Die Antwort:"Ich möchte, daas ihr am dreizehnten nach Cova da Iria kommt und dass ihr weiterhin Rosenkränze gebt; beim letzten Mal werde ich ein Wunder tun, damit alle glauben". Was müssen wir mit dem Geld tun, das die Menschen in Cova da Iria hinterlassen?""Das Geld ist für das Fest für Unsere Liebe Mutter vom Rosenkranz bestimmt, der Rest ist für die Kapelle die man bauen soll". Lucia fragte um einge Krankenheilungen, Maria antwortete:"Im Laufe des Jahres werde ich einige gesund machen. Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder, weil viele Seelen in die Hölle kommen weil niemand sich für sie aufopfert und für sie betet". Sie erhob sich wieder in Östliche Richtung.

Fünfte Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in Fatima

Die fünfte Erscheinung war am 13. September. Während einerseits viele sich gegen die 'Komödie von Cova da Iria' auflehnten, wuchs andererseits auch die Zahl derer, die die Erscheinungen glaubenswürdig fanden. So waren am 13. September ca. 25.000 Personen nach Cova da Iria gekommen."Was wünschen sie von mir?"fragte Lucia wie immer. "Betet täglich den Rosenkranz um das Ende des Krieges zu erlangen. Im Oktober werde ich ein Wunder tun, damit alle glauben".

Vom 13.September bis zum 13.Oktober

In dieser Periode war das Leben der Kinder sehr bewegt. Die Polizei und die Feinde des Gottesdienstes jubelten bereits. Sie dachten dass der "Betrug von Cova da Iria' schnell vorbei sein soll. Ausserdem zeigte sich die Mehrheit der Bevölkerung von Aljustrel ungläubig und feindlich. Priester und Familienmitglieder probierten die Seher davon zu überzeugen dass sie alles verleugnen müssen. Andere bedrohten sie sogar. Am Morgen des 12. Oktober wekte Mutter Santos Lucia mit den Worten:"Oh Lucia! Wir gehen am besten morgen alle beichten. Man sagt, dass wir morgen in Cova da Iria sterben müssen"."Wenn beichten willst, Mutter",antwortete Lucia, "dann gehe ich auch, aber nicht darum ...Ich habe keine Angst. Ich weiss sicher dass die "Frau" morgen alles tut was Sie versprochen hat.". Ein Priester, der mit den Kindern gesprochen hatte, gab sehr besorgt den Rat:"Es ist das Beste um jetzt schon überall hin zu telegrafieren und zu sagen, dass alles Betrug ist'.

Sechste Erscheinung der Heiligen Jungfau Maria von Fatima

13. Oktober 1917. Weil vor dieser Erscheinung das grosse Wunder von Maria angekündigt war, hat sich eine Volksmenge von ca. 70.000 Menschen versammelt, die den Abend zuvor gekommen waren, trotz schlechtem Wetter. Sie haben die Nacht im Freien zugebracht. Dieses Mal macht sich die Heilige Jungfrau als:"Unsere Liebe Mutter vom Rosenkranz"."Ich bin gekommen um die Menschen an zu spornen ihr Leben zu verändern, und Gott nicht mehr durch ihre Sünden zu beleidigen,Er ist schon so sehr beleidigt worden. Und das sie den Rosenkranz beten und Busse tun für ihre Sünden. Auf diesem Platz wünsche ich eine Kapelle. Wenn die Menschen sich bekehren wird Friede sein auf Erden". Dabei öffnete Sie wieder die Hände und liess sie in die Sonne strahlen; während Sie sich erhob strahlte Ihr eigenes Licht von der Sonne zurück. Die Sonne reflektierte es. Darum rief Lucia, dass die Menschen zur Sonne schauen sollten. Als Unsere Liebe Mutter dann in der unendlichen Weite verschwunden war, erschien neben der Sonne der Heilige Josef mit dem Kind Jesus und Maria in weiss, mit einem blauen Mantel um. Der Heilige Josef segnete die Welt mit einer Handbewegung in der Form von einem Kreuz. Auch diese Erscheinung verschwand. Darauf erschien Unser Lieber Vater und Unsere Liebe Mutter. Unser Lieber Vater schien die Welt zu segnen auf der gleichen Weise wie der Heilige Josef es getan hat. Als diese Erscheinung verschwunden war, kam Maria als Unsere Liebe Mutter vom Berg zurück.

Das Sonnenwunder, das alle Menschen erlebt haben,kann man folgendermassen beschreiben: Nach dem vielen Regen, wurde der Himmel blau, man konnte jedoch problemlos in die Sonne sehen. Diese fing an sich zu drehen wie ein Rad aus Feuer, welches prächtige Lichtstrahlen in allen Farben ausstrahlte. Die Menschen,die Berge und die Bäume, alles bekam dieselben schönen wechselnden Farben. Danach stand die Sonne einen Augenblick still. Dann begann das prächtige Schauspiel aufs neue. Und auch für ein drittes mal,aber dieses mal kam die Sonne in Zikzaklinien zur Erde. Sie wurde grösser und grösser und schien die Menschen zu zerschmettern. Die Menschen bekamen Angst und fielen zu Boden,während sie um Barmherzigkeit und Vergebung baten, man betete...Hiernach wurde alles wieder normal und die Menschen,die in ihrer Angst alle im Schlamm niedergekniet waren, bemerkten dass sie überhaubt nicht schmutzig waren. Daraufhin stürzten sich die Menschen auf die Kinder die noch mehr wie zuvor mit Fragen überschüttet wurden. Das geschah bis tief in der Nacht, man liess die Kinder schliesslich ein wenig in Ruhe, um am nächsten Tag weiter zu machen. Sie taten das alles für die Sünder und .. das war noch nicht früher vermeldet, für den Heiigen Vater. Danach begannen die Verhöre und man probierte den Kindern Geheimnisse zu entlocken, die Maria ihnen gab. Aber niemandem ist es geglückt; sogar die keine Jacinta sagte: "lieber sterben."

Das Sterben von Francisco

Francisco wurde im Oktober 1918 ernsthaft krank. An den Familienmitglieder, die ihm eine gute Besserung wünschten,antwortete er:"Das ist nicht nötig. Unsere Liebe Mutter will mich bei sich im Himmel haben". Während seiner Krankheit gab sich Francisco ganz an Jesus, der sooft von vielen beleidigt wird, zu trösten."Ich leide viel", sagte er zu Lucia, aber ich leide aus Liebe zu Jesus und zu Unserer Lieben Mutter. Ich möchte noch mehr leiden,aber ich kann nicht" Zu seiner Mutter sagte er:"Oh Mutter, ich habe keine Kraft mehr um den Rosenkranz zu beten. Die Ave Maria's ja, die bete ich, aber meine Gedanken sind ganz woanders!"Er beichtete. Fragt auch ihr Unseren Lieben Heiland dass Er uns unsere Schuld vergibt." Danach folgte seine erste und letzte Begegnung mit dem 'Verborgenen Jesus' in der Heiligen Kommunion.Weil er zu schwach war um den Rosenkranz zu beten, fragte er seine Nichte und seine Schwester diesen laut zu beten; er würde ihn dann in Gedanken mit beten. In einer Nacht sagte er zu seiner Mutter:"Schau Mutter, das Licht ist so schön da bei der Tür". Es war seine letzte Nacht. Am folgenden Tag, Freitag den 4. April 1919, fragte er nochmals alle um Vergebung. Um 10.00 Uhr , während die Sonne mit starken Strahlen durch die Zimmertür schien, ist Francisco gestorben und ging für ihn der Himmmel auf. Er wurde auf dem Friedhof von Fatima begraben. Am 12. März 1952 wurden die körperlichen Überreste von Francisco ausgegraben und in der Rechtenseitenschiffkapelle von der Basilika von Fatima begraben.

Das Sterben von Jacinta

Schon in 1918, ein Jahr nach den Erscheinungen, begann der 'Kreuzweg' von Jacinta mit einer Krankheit, die zu ihrem frühen Tod führte. Zuerst hatte sie eine Lungenentzündung, danach einen Abszess auf der Brust, der ihr sehr viel Schmerz zufügte. Sie wurde ins Hospital in Vila Nova de Ourém gebracht. Eine neue Gelegenheit um für die Bekehrung der Sünder zu leiden.Zwei Monate später kam sie wieder nach Hause, jedoch mit einer offenen Wunde auf ihrer Brust. Die Tuberkulose schwächte ihren ohne hin schon schwachen Zustand noch mehr. "Ob Jesus wohl einverstanden ist mit dem Leiden, dass ich für ihn opfere"? fragte sie Lucia. Im Februar 1920 kam sie ins Krankenhaus Santa Estefania in Lissabon. Bei dem Gedanken weit weg von ihren gelieben Eltern und von Lucia sterben zu müssen, tröstete sie sich für die Sünder leiden zu können. Unsere Liebe Mutter besuchte sie dreimal im Krankenhaus. Hier sprach Jacinta Wörter, die sicher über ihrem kindlichen Auffassungsvermögen hinaus gingen. Sie sprach über verschiedene Lebensaufgaben und Verpflchtungen: über Priester, Regierungen, Ärzte, über die Verfolgung der Kirche, über Gehorsamkeit der Klosterbewohner, die Ehe, Reichtum, Armut... Es waren Gedanken, die sicher von Gott eingegeben waren. In der Nacht zum 20. Februar erfüllte sich schliesslich das Versprechen dass''die Frau,die strahlender als die Sonne ist' gegeben hat:"Ich werde kommen und dich mit ins Paradies nehmen". Sie wurde zuerst auf dem Friedhof von Vila Nova de Ourém begraben; später, im Jahr 1935, auf dem Friedhof von Fatima, neben Francisco. Am 1. März 1951 wurde der Körper von Jacinta in der lnken Seitenschiffkapelle beigesetzt. Am 13. Mai 2000 sind diese beiden kleinen Seher Francisco und Jacinta selig gesprochen wurden durch Papst Johannes Paulus ll. Ihr kirchlicher Festtag ist der 20. Februar.

Der Weggang von Lucia aus Fatima

Im Auftrag vom Bischof von Leiria verliess Lucia, im Jahr 1921, ihren Geburtsort. Vier Jahre verblieb sie in einem Mädchenpensionat, geleitet von den Schwestern Dorotheeën in Vilar bei Porto. Ihre Gegenwart in Fatima könnte nämlich eine Behinderung sein um die Erscheinungen Unserer Lieben Mutter unparteiisch auf ihrer Echtheit zu untersuchen. Die bürgerliche Obrigkeit und einige Gruppen begannen eine Lästerkampagne zu gründen; Lucia wurde fortwährend und lang ausgefragt. Aus diesem Grund hielt man es für passend die 'Seherin" zu den Schwestern von Vilar zu bringen, ohne dass jemand etwas merkte. Im Sommer 1925 trat Lucia bei den Schwestern von der H. Dorothea in Spanien ein, direkt an der Grenze von Portugal.

Erste Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria mit dem Kind Jesus in Pontevedra

Am 10. Dezember 1925, als Lucia in Pontevedra verblieb, vertraute die Heilige Jungfrau ihr das grosse Versprechen zu, das an der 'Devotion vom ersten Samstag' verbunden ist. Ein freudvolles Ereignis im Leben von Lucia war die Pigerfahrt nach Fatima von Papst Paulus Vl am 13. Mai 1967 in Verband mit dem Fest zum 50.Jahrestag der ersten Erscheinung. Papst Paulus Vl wünschte dass Lucia auch dabei ist. So durfte sie den Stellvertreter von Jesus die Hand schütteln und mit ihm sprechen. Diese Freude erlebte sie noch zweimal, beim Besuch von Papst Johannes Paulus ll in 1982 und in 1991. Am 13. Mai 2000 war Lucia ebenfalls bei den Seligsprechungen von Francisco und Jacinta dabei. Als Lucia in Pontevedra war, erschien ihr am 10. Dezember 1925 die Heilige Jungfrau mit dem Jesuskind. Die Heiige Jungfrau legte ihre Hand auf die Schulter von Lucia, während Sie in der anderen Hand ein mit Dornen gekröntes Herz hielt. Gleichzeitig sagte das Jesuskind:´Habe Mitleid mit dem Herz deiner Allerheiligsten Mutter, das mit Dornen bedeckt ist, weil undankbare Menschen es immerzu mit ihren antichristlichen Tun und Handeln durchbohren. Danach sagte Unsere Liebe Mutter: ¨Schau, meine Tochter, seh' mein Herz umgeben von Dornen, von den Menschen immerzu gekränkt. Tröste mich und mache mein Versprechen bekannt: Ich werde allen, die fùnf Monate hintereinander am ersten Samstag beichten, die Heilige Kommunion empfangen, den Rosenkranz beten und mir fünfzehn Minuten ihrer Zeit schenken, um die 15 Mysterien des Rosenkranzes zu ergründen, mit der Absicht mich zu trösten,in der Stunde ihres Todes viele Gnaden zu schenken zur Rettung ihrer Seelen."

Zweite Erscheinung der Heiligen Jungfrau mit dem Kind Jesus an Lucia in Pontevedra

Am 15. Februar 1926 erschien das Jesuskind aufs neue an Lucia um mit ihr über die Gottesfrucht Seiner Heiligen Mutter zu sprechen. Sie erzählte Ihm die Schwierigkeiten, die sie bei ihrem Beichtvater und bei der Schwester Oberin erfuhr, worauf Jesus antwortete:"Es ist wahr, dass deine Schwester Oberin aus eigener Kraft nichts kann, aber mit Meiner Gnade kann sie alles. "Lucia wies auf die Schwierigkeiten, die manche Menschen empfanden, um am ersten Samstag des Monats zu beichten. Sie fragte ob die Beichte acht Tage davor oder danach auch gültig ist. "Ja, es darf sogar eine längere Zeit her sein, dass man zuletzt gebeichtet hat. Mit der Bedingung, dass, wenn man mich empfängt, empfänglich für Gnade ist und man die ehrliche Absicht hat, das Unbefleckte Herz von Maria zu trösten."

Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in Tuy, Spanien

Im Sommer 1926 trat Lucia in dem Noviziat der Schwestern Dorotheeën ein, welches wegen der Verbannung der Klosterorden nach Tuy in Spanien verlegt wurde.
Am 13.Juni 1929 sagte die Heilige Mutter während einer Erscheinung in Tuy, Spanien, dass der Augenblick gekommen sei, in dem sie möchte, dass an der Heiligen Kirche Ihr Wunsch bekannt gemacht wird, dass der Papst in Vereinigung mit allen Bischöfen aus aller Welt Russland Ihrem Unbefleckten Herzen weiht und versprach dass auf diese Weise dieses Land seine Irrwege einsieht und sich bekehrt. Aber erst am 20. Dezember 1940 bekam Lucia Zustimmung um Papst Pius Xll zu schreiben und ihm um diese Hinwendung zu bitten. Papst Pius Xll erfüllte diesen Wunsch der Heiligen Mutter teilweise. Am 31. Oktober 1942 weihte er die ganze Welt mit besonderer Erwähnung Russlands dem Unbefleckten Herz von Maria Er weihte am 7.Juli 1952 nur Russland dem Unbefleckten Herz von Maria mit diesen Worten: "So wie wir vor einigen Jahren das ganze menschliche Geschlecht dem Unbefleckten Herz von Maria geweiht haben, so weihen wir jetzt in einer besonderen Weise alle russischen Völker demselben Unbefleckten Herz."

Erst 13 Jahre nach den Erscheinungen von 1917, nämlich am 13. Oktober 1930, wurden diese vom Bischof von Leiria, dem Lucia unterstellt war, als authentisch anerkannt. Am 3.Oktober 1934, nach sechsjährigem Klosterleben, durfte Lucia ihr Ewiges Verspechen ablegen. Als Klosterfrau bei den Schwestern Dorotheeën wdmete sich Lucia der Heiligung ihrer Seele. Im Jahr 1946, nachdem sie noch einmal in Fatima gewesen ist, trat sie dem Orden von den Karmelietessen im Konvent von Coimbra bei, wo sie bis zu ihrem Tod verblieb. Sie trug den Namen:'Schwester Lucia von dem Unbefleckten Herz'. Unsere Liebe Mutter, die gesagt hat, dass sie noch länger auf der Erde bleiben müsse, um die Verehrung Ihres Unbefleckten Herzens zu verbreiten, ist noch mehrmals an Lucia erschienen.

Im Beisein von einer halben Million Zuschauer wurden am 13. Mai 2000 Francisco und Jacinta Marto, die jung verstorbenen kleinen Seher,vom Papst Johannes Paulus ll selig gesprochen. Schwester Lucia dos Santos ist am 13. Februar 2005 verstorben. Sie starb im Alter von 97 Jahren im Kloster der Heiligen Teresa von Avila. Seit den vierziger Jahren wohnte sie in der Abgeschiedenheit eines alten Klosters der Karmelietessen in der portugiesischen Stadt Coimbra.
Schwester Lucia ist während der Novenen zur Ehre von der seligen Jacinta gestorben.

Die drei Geheimnisse von Fátima

Maria soll den Kindern bei ihren Erscheinungen drei Geheimnisse enthüllt haben:

Papst Johannes Paulus ll fragte nach den Brief mit dem dritten Geheimnis von Fatima erst, als er nach dem Anschlag auf seinem Leben im Krankenhaus lag. Im gleichen Jahr 1981 am 14. Oktober sprach er- auf den Briefinhalt hinweisend- während einer algemeinen Audienz über eine grosse göttliche Prüfung im Mai des gleichen Jahres. Davor, am 7. Juni 1981, während des Pfingstfestes und noch bevor er das dritte Geheimnis von Fatima gelesen hat,weihte Papst Johannes Paulus ll die Welt dem Unbefleckten Herz von Maria. Der Papst wiederholte den Vertrauensakt von Pfingsten 1981 in Fatima am 13. Mai 1982 [ zum Dank an die göttliche Intervention liess der Papst die Kugel, die Ali Agca auf ihn abgeschossen hat, in der Krone vom Kopf des Standbildes Unserer Lieben Mutter in Fatima einsetzen. Bei dieser Gelegenheit hatte der Papst ein zwanzig minutiges Treffen mit Lucia]. Und am 25.März 1984 vertraut Johannes Paulus ll alle Menschen und Völker der ganzen Welt dem Unbefleckten Herz von Maria an. Schwester Lucia befestigte am 8. November 1989 in einem persönlichen Brief an dem Papst, dass diese Weihung von 1984 exakt übereinstimmte mit dem Willen Unserer Lieben Mutter.

Die Heiligsprechung der Hirtenkinder von Fatima ist nahe

Der Bischof von Lairia-Fatima hat am 23. Februar 2005 angekündigt, dass die diözisane Pfase für die Heiligsprechung der Hirtenkinder Jacinta und Francisco Marto abgeschlossen ist. Bischof Serafim Ferreira e Silva machte bekannt, dass die sogenannte 'Positio' am 19. Februar weitergegeben wurde. Konkret bedeutet das, dass alle Dokumente für die Heiligsprechung versammelt sind, ins italienische übersetzt werden und auch an dem Präfekt von der Kongregation der Heiligsprechungen weiter gegeben werden. "Ab jetzt ist das Urteil an den Kardinälen und Ärzten. Danach hat der Papst das letzte Wort", so der Bischof Ferreira e Silva. Das Wunder das für diese Heiligsprechung nötig ist, betrifft die vollständige Heilung eines jetzt fünfjährigen Jungen, Felipe, der Typ 1 Diabetis hatte. Diabetis vom Typ 1 ist eine chronische unheilbare Zuckerkrankheit. Die Mutter und die Grossmutter brachten das Kind [von portugiesischen Eltern, wohnend in der Schweiz] in die Nähe von den Gräbern von Jacinta und Francisco in der Basilika von Fatima. Seitdem hat der Sohn keine Insulinspritzen mehr nötig. Ein medisches Wunder.

 

Lucia dos Santos

 

 

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Fünfzehn Jahre später, in 1932, erschien die hl. Jungfrau erneut;
diesmal in Beauraing (Belgien)

 


 

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