Die Botschaft von La Salette 1846

Ein bedeutender, kirchlich anerkannter Wallfahrtsort
Wer kennt La Salette? - Ein ursprünglich
unbekanntes Dorf in einem vergessenen Tal der französischen Alpen.
Etwa 12 kleine Weiler klammern sich an die
unteren Hänge eines Bergkessels. Er führt hinauf in eine Höhe von mehr als 2200
m. Wildbäche stürzen die Hänge hinab und fließen in einer düsteren, gewundenen
Schlucht zusammen. Der Marktflecken Corps wacht über den Ausgang und die
Verbindung zur großen Napoleon-Straße.
In La Salette wurde
2 Kindern eine apokalyptische Botschaft gegeben, die zur Buße und Umkehr der
Menschen aufruft.
Die Heilige Jungfrau Maria erschien in „La Salette" am 19.
September 1846 einer 15 jährigen demütigen französischen Hirtin, Melanie
Calvat, und
ihrem jungen
Freund, Maximin Giraud, ein 12 jähriger Hirt. La Salette ist ein kleines
Dorf in den französischen Alpen, im Süd-Osten Frankreichs, in der Nähe von
Grenoble auf einer Höhenlage von 1.800 m.
Maria trägt das Kleid einer Bäuerin. Die beiden Kinder sind gar nicht
erstaunt. "Wir glaubten, es sei eine Frau aus dem Valjouffrey, die von ihren
Kindern geschlagen wurde und sich in die Berge geflüchtet hat, um sich da
auszuweinen". Die Kinder berichteten später, wie
sich die Gestalt vom Felsen erhebt und ihre Stimme ertönt wie wundersame Musik:
"Kommt näher, Kinder, fürchtet euch nicht! Ich bin hier, um euch eine große
Botschaft mitzuteilen."

Maximin
und Melanie erkennen nun die Gestalt der "schönen Frau" deutlich: Im hellen
Licht strahlend sehen sie ihr langes, weißes
Gewand, eine golden leuchtende Schürze, ein Halstuch und eine einfache Haube,
darüber ein funkelndes Licht-Diadem. Auf ihrer Brust leuchtet im stärksten Licht
das Kruzifix mit Hammer und Zange auf dem Querbalken. Maria beginnt: "Wenn mein
Volk sich nicht unterwerfen will, bin ich gezwungen, den Arm meines Sohnes
fallen zu lassen. Er lastet so schwer, daß ich ihn nicht länger stützen kann. So
lange schon leide ich um euch. Wenn ich will, daß mein Sohn euch nicht verläßt,
muß ich ihn unablässig bitten. Aber ihr macht euch nichts daraus. Soviel ihr
auch betet und tut: Nie werdet ihr die Mühe vergelten können, die ich für euch
auf mich genommen habe." Die von Maria
überlieferte Botschaft ist symbolisch und geheimnisvoll. Sie kann erst mit
dem Eintreffen der prophezeiten Ereignisse verstanden werden. Diese
Ereignisse spielen sich heute vor unseren Augen ab. Die angekündigten
Beteiligten sind da. Um die apokalyptische
Sprachweise Marias zu verstehen und die Identität des Antichristen und des
Tieres, von welchen sie redet zu erkennen, weisen wir den Leser auf den
Text „Der Schlüssel zur Apokalypse" hin.
Maria bezieht sich in ihrer Botschaft immer auf das Evangelium und auf das Buch der Offenbarung (Apokalypse) des Hl. Johannes. Sie spricht vom „Tier" (Offb 13 & 17), welches der Antichrist ist (1 Joh 2,22). Er wird als „Retter" auftreten und viele Christen betrügen. Deshalb drückt Unsere Mutter mit viel Schärfe ihre Enttäuschung gegenüber den religiösen Führern aus, deren „Intelligenz durch den Teufel verfinstert wurde". Sie sind unfähig geworden den in der Bibel angekündigten Antichristen zu erkennen und lassen ihn in aller Freiheit wirken und das Volk täuschen. Die gesegnete Jungfrau richtet deshalb einen Appell an alle ihre wahren Kinder, die „Apostel der letzten Zeiten", damit sie diesen Feind Jesu bekämpfen. Wir offenbaren seine Identität und haben die notwendigen Erläuterungen des Textes in Klammern geschrieben.
Maria fährt fort: "Ich habe euch sechs
Tage zum Arbeiten gegeben und den siebten mir vorbehalten, und man will ihn mir
nicht geben. Das ist es, was den Arm meines Sohnes so schwer macht. Die
Fuhrleute können nicht fluchen, ohne dabei den Namen meines Sohnes zu
mißbrauchen. Das sind die zwei Dinge, die den Arm meines Sohnes so schwer
machen."
Maria rügt hier besonders die
Entheiligung des Sonntags. Die sorgende Mutter Christi legt in La Salette den
Finger auf eine heute so gefährliche Wunde, an der die Christenheit zu verbluten
droht, wenn es der Kirche nicht gelingt, den Sonntag wieder ins rechte Licht zu
rücken. "Der Sonntag ist der Tag des Hinhörens auf Gott, seine Weisungen und
seine Wahrheit, um auch in irdischen Dingen recht zu handeln." (Papst Pius XII.)
Aber viele heutige Menschen ziehen die Götzen des Materialismus dem wahren Gott
vor. Könnte nicht die Arbeitslosigkeit unserer Zeit ein Signal sein: Wer Gott
nicht mehr seine Zeit am Sonntag schenkt, verliert auch irdische Güter? Es ist
eine einfache Rechnung: 168 Stunden hat die Woche, die uns gehören. Davon will
Gott eine einzige Stunde in der Eucharistiefeier. Ist das zuviel? Anschließend wurde Mélanie ein Geheimnis gegeben, das sie erst 1851
aufschrieb und an den Papst sandte. Diese wurde als die Große Botschaft von La
Salette bekannt.
Die Erfahrung und das pastorale Empfinden von Philibert de Bruillard enden hier
jedoch noch nicht. Am 1. Mai 1852 veröffentlicht er erneut einen Hirtenbrief,
der
den Bau eines Heiligtums auf dem Berg von La Salette ankündigt und die Gründung
einer Gemeinschaft von Diözesanpriestern, die er "Missionare Unserer Lieben
Frau von La Salette" nennt. Er fügt hinzu: "Die Heillige Jungfrau erschien in
La Salette für das ganze Universum, wer könnte dies bezweifeln?" Die
Zukunft wird diese Erwartungen bestätigen und überholen. Der Stab wird
weitergereicht, und man kann sagen, dass Maximin und Melanie ihre Aufgabe
erfüllt haben.
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Gedenke, Maria von La Salette
der Tränen, die du auf Golgotha Deine Liebe macht uns Mut, Öffne unsere Herzen für deinen Sohn! |

Adresse: Sanctuaire de la Salette, F-38970 Corps, Tel: 0033-76300011
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In 1858 erschien die heilige Jungfrau noch einmal; in Lourdes dieses mal